Die medizinische Fusspflege durch den Podologen

 

Die medizinische Fusspflege durch den Podologen

Veröffentlicht von Prontoman in Fusspflege 10 Jul 2015

Die Füße sind ein wichtiger Bestandteil unserer Körper und spielen eine wesentliche Rolle in unserer Beweglichkeit. Doch leider richtet der Mensch sein Augenmerk mehr auf andere Körperstellen, als auf die Füße. Dabei sind sie doch gerade so wichtig, denn wenn die Füße krank werden, dann ist der Mensch auch in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Werden sie nicht richtig gepflegt, dann kann dies schwerwiegende Folgen haben. Es können Infektionen und offene Wunden entstehen. Um dieses zu vermeiden, sollte die medizinische Fusspflege durch einen Podologen in Anspruch genommen werden.

Die medizinische Fusspflege durch den Podologen

Nur wenige Verbraucher wissen, was der Unterschied zwischen einem herkömmlichen Fußpfleger und einem Podologen ist. Der Fußpfleger ist für die Ästhetik und für die Hygiene zuständig. Der Podologe besitzt jedoch noch ein großes medizinisches Fachwissen, das er sich in einer zweijährigen Fachausbildung aneignen musste. Meistens sind es Diabetespatienten, die regelmäßig einen Podologen für die medizinische Fusspflege aufsuchen müssen. Dieser kann Veränderungen an den Füßen sofort feststellen, die durch diese Krankheit hervorgerufen wurden. Doch es sind nicht nur Entzündungen, Druckstellen oder offene Wunden, um die sich der Podologe kümmern muss, sondern oftmals gehört auch der Fußpilz zu den Krankheiten. Vielfach ist dieser nicht von trockenen Hautstellen auf den ersten Blick zu unterscheiden und wird erst durch die medizinische Fusspflege erkannt.

Was sind die Ursachen für Fußkrankheiten und die Notwendigkeit für die medizinische Fusspflege?

fotolia_32932065Neben der Diabetes gehören auch das Übergewicht, Venenerkrankungen oder Rheuma zu den häufigsten Ursachen für Fußkrankheiten. Viel zu oft unterschätzt wird auch der Fußpilz, denn der kann die Nägel angreifen. Davon ist jeder dritte Bundesbürger betroffen. Die Quellen für diese Krankheit liegt in der Regel bei den Schwimmbädern oder in Sportstudios. Es handelt sich dabei um eine Infektion der Haut, die sich durch Bläschenbildung, Nässe, Hautrötung, Schuppen, Jucken oder Brennen bemerkbar macht. In 80 Prozent der Fälle tritt dieser in den Zehenzwischenräumen auf. Aber auch der Fußrücken oder die Fußsohle können davon befallen werden. Unbehandelt kann der Fußpilz auf andere Körperteile übertragen werden und einen chronischen Verlauf nehmen. In den Apotheken gibt es frei verkäufliche Medikamente und Salben, mit der sich die Patienten zunächst selbst behandeln können. Wird der Fußpilz jedoch chronisch oder kommt immer wieder, dann sollte man sich den Fußpilz von der medizinischen Fußpflege behandeln lassen. In besonders schweren Fällen von Fußpilzkrankheiten muss der Patient Medikamente, sogenannte Antimykotika einnehmen, wenn die herkömmlichen Salben nicht mehr helfen.

Wie läuft die medizinische Fusspflege ab?

Die medizinische Fusspflege beim Podologen beginnt zunächst mit einem wohltuenden Bad der Füße. Danach schaut sich der Podologe die Füße genau an, um offene Wunden, Entzündungen, Blasen oder eingewachsene Fußnägel festzustellen. Außerdem wirft er auch einen Blick auf das Schuhwerk des Patienten. Danach beginnt die medizinische Fusspflege. Falls nötig, wird die Hornhaut entfernt, eingewachsene Nägel behandelt oder Hühneraugen entfernt. In manchen Fällen erfolgt nach der Behandlung eine entspannende Fußmassage. Rund 30 bis 40 Minuten dauert diese medizinische Fusspflege durch den Podologen. Neben der Behandlung bekommt der Patient auch Tipps für die Fußpflege zu Hause, denn die wird gerne vernachlässigt.

Die medizinische Fusspflege und die Vorsorge

Es sind nicht nur kranke Menschen, die die medizinische Fusspflege in Anspruch nehmen. Auch gesunde Menschen schätzen die Arbeit des Podologen und nutzen gerne die medizinische Fusspflege. Allerdings müssen diese Patienten die medizinische Fusspflege aus eigener Tasche bezahlen, denn die gesetzlichen Krankenkassen übernehme die medizinische Fusspflege nur dann, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen, wie zum Beispiel bei Diabetes, notwendig ist. Die Preise für die medizinische Fusspflege liegen bei rund 25 Euro.

Wer an Fußpilz leidet, bekommt nicht nur die richtige medizinische Fusspflege, sondern auch Tipps zur Vorbeugung, damit dieser nicht wieder auftritt. Dazu gehört zum Beispiel, dass der Patient in den heißen Monaten luftdurchlässige Schuhe oder Sandalen tragen sollte. In den häufigsten Fällen tritt dieser gerne bei Sportlern auf, die häufig mit Turnschuhen unterwegs sind. Gerade hier ist die medizinische Fusspflege angebracht und sinnvoll.